• Natascha

Weil es Mehrweg(e) gibt!


Ich habe oft das Gefühl, dass viele das Thema "Nachhaltigkeit im Alltag" mit Einschränkungen und negativen Umstellungen verbinden. Doch das muss nicht sein! Ein Aspekt, der umgestellt werden kann, ist gleichzeitig praktisch, langfristig gesehen günstiger und nachhaltig. Thema: Mehrweg!

Schon während meiner Schulzeit gehörte eine Mehrweg-Flasche zu meiner persönlichen Rucksack-Ausstattung und im Winter legte ich mir dann auch einen Bambusbecher zu, um auf dem Weg noch einen Kaffee oder einen Tee trinken zu können. Im Nachfolgenden werde ich euch zwei nachhaltig hergestellte Flaschen und to-go-Becher vorstellen, mit welchen ich selbst Erfahrungen gemacht habe.

„The bottle is the message“

Zuerst möchte ich euch die holländische „Dopper“-Flasche vorstellen. Die Mission von „Dopper“ ist es, Umweltbewusstsein zu verbreiten, aktiv Plastik zu reduzieren und weltweit einen sicheren Zugang zu Trinkwasser zu schaffen.

Der Anreiz hinter der Mission, lässt sich in Fakten über die enorme Menge an Plastikmüll finden:

Weltweit wird nur 1% des Plastikmülls recycelt, 50% des Plastiks wird nach Gebrauch direkt in den Müll geworfen. Frachtladungen an Plastik landen jeden Tag, oftmals unbeabsichtigt, über Straßen, Gräben, Flüssen und Seen in den Ozeanen. Das Plastik gelangt in kleinen Teilchen über Meerestiere und Vögel in die Nahrungsmittelkette. Pro Jahr sterben 1 Millionen Meeresvögel und 100.000 Meeressäuger am Plastik in den Ozeanen. Für die Produktion von Einweg-Plastikflaschen werden 1l Wasser und Öl, sowie unglaublich viel Energie benötigt.

„Dopper“ ist ein soziales Unternehmen, deren Ziel nicht Gewinnmaximierung, sondern die Einflussnahme hinsichtlich einer besseren Welt ist. Die Auswirkungen des Produkts und die Organisation werden aus der Perspektive des Craddle-to-Craddle-Konzepts betrachtet. Das bedeutet, dass das Produkt am Ende seines Lebenszyklus ohne Verlust wiederverwendet und recycelt wird. Das machen die Inhaltstoffe der Flasche möglich, die einzusehen sind. Die Flasche und der Deckel weißen den Kunststoffcode PP5 (Polypropylen) auf, was sicherer und recycelbarer Kunststoff ist. Der Trinkbehälter besteht aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), wodurch die Flasche ohne Weichmacher, somit BPA-frei ist. Auch der Becher und die Verschlusskappe sind gesundheitlich unbedenklich und bestehen aus TPE (Thermoplastisches Elastomer).

Wie auch schon erwähnt, lässt sich die Flasche auch zum Trinkbecher umwandeln. Es gibt sie in verschiedenen Farben, Größen und Materialien. Ich habe die „Dopper Steel“, die ein Volumen von 800ml umfasst. Wie der Name schon sagt, ist das eine Edelstahl-Trinkflasche, die es für 24,50€ zu erwerben gibt. Die originalen, ursprünglichen „Dopper“-Flaschen, gibt es schon für 12,50€ und nehmen 450ml auf, mit deren Kauf man die „Dopper“-Stiftung unterstützt. Die Stiftung unterstützt die Wohltätigkeitsorganisation Simavi und deren lokalen Partner NEWAH in Nepal, indem sie die Wasser- und Abwasserentsorgungsprojekte finanzieren. Darüber hinaus hat die Stiftung eine eigene Akademie, die Bildungsprogramme zum Thema Wasser und (Plastik-)Abfall bietet. Eine weitere Besonderheit: Auf der Homepage kann man eine individuelle Dopper-Flasche designen.

Die zweite Mehrweg-Flasche ist von dem Unternehmen „CARRY“. Für die Herstellung einer Carry-Flasche werden nachhaltige und qualitative Materialien verwendet. Die Flaschen bestehen aus recyceltem Glas, was weniger Spuren in der Umwelt hinterlässt, wiederverwendet werden kann und Ressourcen spart. Denn die Herstellung einer Mehrweg-Flasche benötigt nur die Hälfte des Stroms, der für die Herstellung einer PET-Flasche (Einweg-Flasche) benötigt wird. Eine, mit Einweg-Flaschen vergleichsweise, lange Nutzung ist vorgesehen, was wieder dazu führt, dass weniger Müll in die Umwelt gelangt. „CARRY“ achtet darauf, dass die Produktionspartner aus Deutschland kommen, was bedeutet, dass die Transportwege kürzer sind, wodurch weniger Energie benötigt und für eine bessere Ökobilanz gesorgt wird.

Beim Design ist die Intention, das Gute mit dem Schönen zu verbinden. Das Produkt wird zum Einen nachhaltig und qualitativ produziert und zum Anderen sind die Produkte, durch ein schlichtes, minimalistisches, buntes, natürliches und poppiges Design vielfältig und individuell.

Nun noch ein Alltagsbegleiter, den ich vor allem im Winter täglich nutze. Die Rede ist von wiederverwendbaren Bechern.

„No Excuse for Single-Use“ Dieses Motto springt einem als erstes ins Auge, wenn man die Internetseite von „eCoffe cups“ öffnet. Doch was steckt hinter den Bechern und was macht sie so besonders?

Die durchschnittliche Verwendungszeit eines Einweg-Kaffebechers dauert ca. 13 Minuten und nur 1% des Bechers wird recycelt.

Doch was unterscheidet die eCoffee cups von herkömmlichen, wiederverwendbaren To-go-Bechern? Das besondere ist, dass sie aus der am schnellsten wachsenden und nachhaltigsten Pflanze der Welt gemacht werden. Sie bestehen aus Bambus und enthalten keinerlei Weichmacher, wie BPA oder Phthalat. Obwohl sich der Becher von der Beschaffenheit her recht dick anfühlt, ist er sehr leicht. Da Bambus von Natur aus geschmackfrei ist, gibt der Becher auch keinen Beigeschmack ab. Der Deckel, sowie der Überzug, der zum Greifen des Bechers dient, sind aus mattem, qualitativem und hitzeresistentem Silikon hergestellt, das eigens für die eCoffee cups entwickelt wurde. Die Becher sind verschließbar und dicht, weshalb sie sich gut zum Mitnehmen eignen. Da auch der Becher an sich hitzeresistent ist, darf er in der Spülmaschine gespült werden. Der Becher darf allerdings nicht in die Mikrowelle und kann natürlich kaputt gehen, wenn man achtlos mit ihm umgeht. Bei gutem Umgang, kann man ihn jedoch für mehrere Jahre nutzen. Einen weiteren Pluspunkt bekommen die eCoffee cups von mir, da es nicht nur verschiedene Größen, sondern auch verschiedene und vor allem wirklich schöne Designs gibt. Inzwischen gibt es in Bäckereien auch vergünstigten Kaffee, wenn man einen Mehrweg-Becher dabei hat. Man ist also nicht nur nachhaltiger unterwegs, sondern kann dabei auch noch etwas Geld sparen.

Eine tolle Alternative zu den, inzwischen, weitverbreiteten Bambus-Bechern, habe ich in den Bechern von „AVOID WASTE“ entdeckt.

„For those who care“ und „Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur für hippies & Ökos”. Diese und weitere Statements tauchen auf der Hompage von „AVOID WASTE“ auf und bietet so schon Einblick in die Intention der Gründer von „AVOID WASTE“. Weiter erklären sie, dass sie das Thema „Zero Waste“ zwar gut finden, es bei ihnen jedoch mehr darum geht, zu vermitteln, dass es wichtig ist seinen Konsum abzuwägen. Wann ist Müll überflüssig, wann nicht? Dabei setzen sie auf moderne, biologische und abbaubare Materialien.

Der to-go-Becher von „AVOID WASTE“ ist aus umweltfreundlichem Material, das aus Reishülsen gewonnen wird und sowohl wiederverwendbar, als auch kompostierbar ist. Das Material ähnelt hochwertigem Porzellan, ist aber trotzdem leicht und bruchsicher. Der Deckel sitzt passgenau und eine Manschette gehört ebenfalls dazu. Der umweltfreundliche Reiscup ist ein natürliches Produkt, enthält kein BPA, kein Plastik und ist somit Lebensmittelsicher. Der Becher ist spühlmaschinenfest und darf sogar in die Mikrowelle, wenn diese nicht gerade für mehrere Minuten auf höchster Stufe eingestellt ist. Der Becher hat ein Fassungsvermögen von 400ml und kostet 19,90€. Es gibt ihn in den Farben braun, türkis und rosa. Es lohnt sich auf alle Fälle bei „AVOID WASTE“ vorbeizuschauen! Ihr findet neben den Bechern noch mehr Produkte, wie Bambus-Zahnbürsten, Vorratsdosen aus Weizenstroh oder Aufbewahrungsdosen aus Reishülsen.

Grundsätzlich kann ich beide Flaschen empfehlen, jedoch bin ich mit meiner „CARRY“-Flasche noch zufriedener. Beide Flaschen sind spühlmaschinenfest, somit relativ leicht zu säubern. Da „CARRY“-Flaschen aus Glas sind, gibt es keinen unangenehmen Geruch, der bei meiner „Dopper“-Flasche leider immer wieder vorhanden ist, bzw. nach dem Säubern schnell wieder einsetzt. Das geschickte an der „Dopper“-Flasche ist, dass man gleichzeitig eine Flasche und einen Trinkbecher hat, der sich schon das ein oder andere Mal als sehr praktisch erwiesen hat. In gefülltem Zustand ist die „Dopper“-Flasche leichter als die „CARRY“-Flasche, was natürlich am Material liegt. Ihr seht: Beide Flaschen haben ihre Vor- und Nachteile, die sich aber aufwiegen. Deshalb kann ich auch beide Flaschen empfehlen. Vom finanziellen her, finde ich beide Preise völlig in Ordnung, wenn man bedenkt, dass sie nachhaltig produziert und für lange Zeit verwendet werden können.

Inzwischen gibt es wirklich viele Bambusbecher to-go, weshalb mich die Becher von „Avoid Waste“ aufgrund ihres Materials wirklich überrascht haben. Der Becher fühlt sich hochwertig, tatsächlich porzelanartig an. Beim Trinken gibt es keinen Beigeschmack und auch der Geruch ist neutral. Über die Belastbarkeit des Bechers kann ich leider keine Aussage treffen, da ich ihn noch nicht lange besitze. Mein eCoffecup habe ich nun schon über einem Jahr und er ist noch völlig

funktionstüchtig. Er hält was er verspricht! Preislich ist der Becher von „Avoid Waste“ ein paar Euro teurer als der ECoffeecup, jedoch liegt das vermutlich am Material und der Herstellung. In beiden Fällen denke ich, dass es das Geld wert ist!

#Nachhaltigkeit #Mehrweg #Flasche #wiederverwenden #Tipps #Becher #Coffeetogo

0 Ansichten

© 2014 by FAIRLIEBEN

 

  • Facebook Black Round
  • RSS - Black Circle
  • Instagram Black Round
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now