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Was für eine Seifenoper


"Du hast ja so eine lustige Ökozahnbürste!" So reagieren die meisten Menschen, wenn sie meine Zahnbürste im Bad stehen sehen. Und meine Antwort darauf: "Ja, und die ist echt cooool!"

Schon wieder wandert die nächste Shampooflasche in den Müll. Plastik um Plastik häuft sich auf dem Kassenband am Supermarkt. Und jedes mal denke ich mir: Das muss doch auch anders gehen! Das finden wohl auch andere Menschen, denn es gibt immer mehr Zerowaste-Blogger. Bei diesem Lebensstil wird versucht, so wenig Müll wie möglich zu verursachen und das ist gar nicht so einfach!

Kleine Schritte führen zum Erfolg und daher habe ich meinen Selbstversuch im Bad gestartet. Angeschafft wurden eine Bambuszahnbürste, Lavendelseife für Haut und Haare und Ohrenstäbchen von Hydrophil. Und das tolle: Alles ohne jegliches Plastik und zudem noch fair produziert. Genau mein Ding also. Aber wie fallen die neuen Begleiter im Praxistest aus?

Die Zahnbürste:

Gut, die ersten 2-3 Mal Zähne putzen waren etwas gewöhnungsbedürftig, denn das Bambus am Stiel habe ich doch ziemlich gerochen. Allerdings ist das absolut kein Geruch, der irgendwie störend oder unangenehm wäre, sondern eben nur fremd. Jetzt benutze ich sie bereits seit über einem Monat und um auf die Sorgen meiner Mutter einzugehen: Nein, sie schimmelt weder wegen des Holzes, noch ist sie dauerfeucht. Auch wirkliche Abnutzungs-erscheinungen hat sie nicht, außer dass das Holz gaaaaanz allmählich etwas heller wird. Ergebnis: rundum zufrieden und für etwa 3,80€ (im Dreierpack gekauft) auch eine rentable Investition, wie ich finde.

Die Seife:

Zugegeben ist es auch nach einem Monat noch ungewohnt, die Seife beim Duschen für Haut und Haare zu verwenden. Sie schäumt nur leicht, aber dennoch ist es kein Problem die Haare zu waschen. Unter dem Wasser fühlt sich nur alles irgendwie ... naja, seifig an.

Haut und Haare haben nicht dieses chemische seidig-weiche Gefühl unter dem Wasser. Kaum ist das Handtuch zur Hand, sieht die Sache schon anders aus: In trockenem Zustand ist die Haut dann doch ziemlich weich. Anders bei den Haaren, die haben einfach eine andere Konsistenz. Am Anfang waren sie noch sehr steif und strohig. So langsam habe ich jedoch den Eindruck, sie gewöhnen sich an das neue Waschprogramm und werden wieder etwas weicher. Ich habe ein sehr schuppenanfälliges Haar. Durch das Benutzen der Seife sind die Schuppen auf keinen Fall mehr geworden. Im Gegenteil: Am Anfang waren sie zunächst wie weg gezaubert. Jetzt treten ab und zu noch welche auf, aber viel kleiner und feiner als bei normalen (Antischuppen-) Shampoos. Die Seife riecht leicht nach Lavendel und auch Haut und Haare bekommen ein leichtes Aroma davon ab. Allerdings ist es noch lange keine so starke Geruchsentwicklung wie bei herkömmlichen Shampoos. Es ist wohl einfach Geschmackssache, ob einem das gefällt.

Beim ersten Auspacken war ich ehrlich gesagt kurz irritiert, dass da so ein kleines Seifchen zu Tage kommt. Nach einem Monat ist 3/4 verbraucht. Je nachdem, wie lang sie hält, sind dann auch 4,50€ als Shampoo- und Duschgelersatz durchaus in Ordnung.

Die Ohrenstäbchen:

Also ehrlich gesagt gib es da nicht so viel zu schreiben. Es sind halt Wattestäbchen...

Fazit:

Bei der Zahnbürste werde ich auf jeden Fall bleiben! In die habe ich mich regelrecht fairliebt. Die Seife kostet mich momentan noch etwas Überwindung, da das Waschen einfach ungewohnt ist und ich noch keinen Behälter zur Aufbewahrung gefunden habe, aber trotzdem werde ich weiter dran bleiben. Und die Ohrenstäbchen? Ja die bleiben halt weiter Ohrenstäbchen.

#Hygiene #Seife #Erfahrungsbericht #Bad

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© 2014 by FAIRLIEBEN

 

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