Markencheck - Wann ist ein Label fair?

Wenn man sich im Freundeskreis über das eigene Konsumverhalten unterhält, fällt oft der Satz: "Ich kaufe zwar nicht fair, dafür aber teure Marken." Aber ist der Preis eine Garantie für die Produktion? Woher weiß ich, dass ein Produkt fair produziert wurde? Wir erklären es hier:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp 1: Ein Zertifikat ist besser als keins 

 

Diese kleine Geschichte eines Weltenbummlers wollen wir euch nicht vorenthalten: In Südamerika besichtigte er eine Bananenplantage. Da kam er zu einem Farmarbeiter, der die Bananen in große Kisten warf - mal in diese, mal in jene Kiste. Das Problem dabei: Die eine Kiste war mit einem Fairtradelogo versehen - und die andere nicht.

 

Gerne würden wir nun sagen, schmeißt die Sorgen über Bord, auf Fairtrade, GOTS und Co. ist Verlass. Doch schwarze Schafe gibt es leider überall. Wir für unseren Teil haben keine Ideal- sondern nur eine Notlösung gefunden: Ein Zertifikat ist besser als keins. Die Labels zahlen dafür, sich GOTS und Co. aufs Etikett kleben zu dürfen, daher haben auch sie ein großes Interesse daran, dass die Zertifikate verlässlich sind. Trotzdem Vorsicht: Auch bei den Zertifikaten gibt es große Unterschiede.

 

Tipp 2: Regionale Labels

 

Zertifikate kosten - und das nicht gerade wenig. Das ist ein Grund, vor allem für kleine Labels, unzertifiziert zu sein, obwohl sie faire Standards erfüllen. Manchmal findet man in den regionalen Stadtmagazinen oder auf Messen kleine Marken, mit deren Inhabern man in direkten Kontakt treten kann. Dann musst du einfach selbst abwägen, ob dir die Person vertrauenswürdig erscheint.

Achtung: "made in" ist kein Gütesiegel! Zum einen lassen auch in manchen europäischen Ländern die Arbeits-bedingungen zu wünschen übrig. Und zum anderen darf dieses Schild auch dann angebracht werden, wenn nur der letzte Fertigungsschritt, wie das Annähen eines Knopfes, in diesem Land durchgeführt wurde. 

Tipp 3: Bitte keine Skandale

 

Von der Pampers bis zum Sarg -  der Fairbraucher wird immer wieder an die Grenzen des fairen Handels stoßen. Wir halten uns daher in den Momenten, in denen Tipp 1 und 2 nicht greifen, an die skandalfreien Labels. Das heißt, nicht gerade H&M oder Tommy Hilfiger. Denn der Preis hat leider absolut keine Aussagekraft über die Produktionsbedingungen. Auch manche teure Marke produziert billig und kassiert dafür doppelt ab.

© 2014 by FAIRLIEBEN

 

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